Zahlst du zu viel für Handy, Internet oder TV?
Neulich hat mir ein Bekannter von seiner Nachbarin erzählt. Sie ist über 80 Jahre alt und nutzt ihr Handy, Internet und Fernsehen ganz normal. Sie schaut TV, liest E-Mails und surft gelegentlich im Internet. Keine Gamerin. Kein Homeoffice. Keine Technik-Enthusiastin.
Trotzdem bezahlte sie jeden Monat über 180 Franken für Handy, Internet, TV und verschiedene Zusatzdienste.
Irgendwann fragte sich mein Bekannter: Kann das wirklich sein?
Also machte er etwas, das heute jeder in wenigen Minuten machen kann. Er lud die Rechnung bei einer KI wie ChatGPT hoch und liess sie analysieren.
Das Ergebnis war überraschend
Die KI fand mehrere Leistungen, die für die tatsächliche Nutzung kaum sinnvoll waren:
- Ein extrem schnelles Internet-Abo
- Ein Handy-Abo für viele Länder, obwohl sie wenig reist
- Eine kostenpflichtige Sicherheitslösung
- Weitere Zusatzleistungen mit wenig Nutzen
Die geschätzte Ersparnis lag bei mehreren 100 Franken pro Jahr, ohne dass sie den Anbieter wechseln muss.
Ist ein Anbieter-Wechsel sinnvoll?
Ein Wechsel des Anbieters ist oft mit viel Aufwand verbunden: Du musst oft mehrmals in ein Geschäft gehen, bekommst neue Geräte fürs Internet zuhause und musst dich an eine neue Bedienung des Fernsehers gewöhnen.
Deshalb empfehlen wir grundsätzlich nicht den Anbieter zu wechseln nur um Kosten zu sparen. Wenn du hingegen sehr unzufrieden mit deinem Telekom-Anbieter bist, dann kann sich ein Wechsel absolut lohnen.
Kosten sparen ohne Anbieter-Wechsel
Hier beleuchten wir den Fall, dass du bei demselben Anbieter bleibst und wie du selber mit KI überprüfen kannst, ob bei dir Sparpotenzial drin liegt, ganz ohne zu wechseln.
Natürlich entscheidet die KI nicht für dich. Aber sie kann deine Rechnung verständlich erklären und mögliche Sparpotenziale aufzeigen.
Und genau das kannst du auch mit deiner eigenen Rechnung machen.
Warum das so gut funktioniert
Die meisten von uns schauen ihre Telekom-Rechnung kaum an. Man bezahlt Monat für Monat denselben Betrag und geht davon aus, dass schon alles stimmen wird.
Dabei ändern sich die eigenen Bedürfnisse immer wieder. Vielleicht brauchst du heute gar nicht mehr so viel mobiles Datenvolumen wie früher. Vielleicht wurde dein Internet-Abo irgendwann aufgerüstet. Vielleicht bezahlst du für Zusatzleistungen, die du gar nie nutzt.
Eine KI erkennt solche Dinge oft erstaunlich gut: Sie kann Rechnungen lesen, Abonnemente auflisten und erklären, welche Leistungen für dein Nutzungsverhalten sinnvoll sind und welche eher nicht.
Mit welchen Anbietern funktioniert das?
Das geht mit allen Anbietern, um Beispiel mit Rechnungen von: Swisscom, Sunrise, Salt oder anderen. Es geht mit Handy-Abos, Internet-Abos, TV-Abos, Festnetzanschlüssen und Kombi-Angeboten.
So findest du dein Sparpotenzial
Hier haben wir dir eine Schritt für Schritt Anleitung zusammengestellt. Beachte dabei, dass KI auch mal Fehler machen kann. Meistens funktioniert es aber hervorragend. Und da das Sparpotential für für viele so hoch ist, lohnt es sich auf jeden Fall.
Schritt 1: Rechnung herunterladen
Am PC/Mac: Lade die aktuelle Rechnung von deinem Anbieter herunter. Falls du die Rechnung per E-Mail bekommst, dann speichere sie in einem Ordner auf dem Computer.
Falls du die Rechnung auf Papier erhältst, kannst du sie auch mit dem Handy fotografieren. Decke dabei am besten deinen Namen und Adresse ab. Die braucht die KI nicht für die Sparpotenzialanalyse.
Es reicht der Teil der Rechnung, wo die Optionen stehen mit den Kosten. Es ist nicht nötig, den gesamten Verbindungsnachweis mit all einen Anrufen hochzuladend. So teilst du nur die notwendigen Daten für die Kostenanalyse kannst deine Privatsphäre schützen.
Schritt 2: Rechnung bei ChatGPT hochladen
Dann kannst du die Rechnung auf ChatGPT hochladen. Es geht auch mit anderen Anbietern (z.B. Google Gemini). Das geht do
Öffne ChatGPT und lade die Rechnung hoch. Das geht auf dem Mac/PC indem du auf das Plus (+) klickst (siehe oranger Pfeil auf dem Bild unten) und dann die Rechnung indem Ordner suchst und auswählst, indem du sie gespeichert hast.
Falls du dich unsicher mit ChatGPT fühlst dann haben wir für die hier einen einfachen Einstiegsartikel zusammengestellt, wo du ChatGPT findest und auf was es zu achten gilt: Erste Schritte mit ChatGPT
Auf dem Handy kannst du ebenfalls in ChatGPT auf das Plus (+) tippen und dann entweder das Foto auswählen, dass du von der Rechnung gemacht hast oder Kamera auswählen und gleich in ChatGPT das Foto von der Rechnung machen.
Sende die Anfrage noch nicht an ChatGPT. Gehe zuerst zu Schritt 3.
Schritt 3: Diesen Text anpassen und einfügen
Kopiere den folgenden Text und füge ihn in ChatGPT unter deiner Telekom-Rechnung ein:
Analysiere meine Telekom-Rechnung. Ich bin pensioniert und nutze Handy, Internet und TV wie folgt:
Handy: wenig / mittel / viel
Internet: Surfen, E-Mails, Videos, Texte Schreiben, usw.
TV: Ich brauche eine Aufnahmefunktion / Ich brauche keine Aufnahmefunktion
Nutzung vom Handy im Ausland: nie / selten / regelmässig
Reisedestinationen im Ausland: Nur Europa / weltweit
Erstelle zuerst eine Zusammenfassung in drei Sätzen.
Liste danach alle Vertragsdetails verständlich auf.
Bewerte, ob die einzelnen Abos und Zusatzleistungen zu meinem Nutzungsverhalten passen.
Zeige auf, wo Sparpotenzial besteht und welche günstigeren Alternativen möglich wären.
Schätze das monatliche und jährliche Sparpotenzial.
Passe den Text auf deine Situation und dein Nutzungsverhalten an. Du kannst auch noch weitere Informationen ergänzen, falls du möchtest.
Das sieht dann so aus:

Jetzt kannst du mit der Enter-Taste oder mit einem Klick auf den Pfeil unten rechts im Kreis die Anfrage an ChatGPT senden und du bekommst dann eine Analyse.
Schritt 4: Die Vorschläge prüfen
Nun bekommst du eine Analyse von ChatGPT. Es kann sein, dass dir die KI auch noch Fragen stellt wie:
- Brauchst du wirklich das schnellste Internet-Abo?
- Nutzt du dein Handy-Abo überhaupt aus?
- Sind alle Zusatzleistungen notwendig?
Du kannst die Fragen beantworten nach deinem Gutdünken. Falls du etwas nicht verstehst, frage einfach nach. Wenn z.B. die Frage kommt: wieviele Gigabyte Daten brauchst du? Dann kannst du antworten: "Ich weiss es nicht. Wie könnten wir uns der Antwort nähern?"
Du bekommst von ChatGPT dann Vorschläge, wie du deine Abo-Kosten senken könntest.
Nicht jeder Vorschlag ist automatisch richtig. Aber oft erhältst du einen völlig neuen Blick auf deine laufenden Kosten. Du kannst auch weitere Fragen stellen, wenn dir die Antwort nicht klar ist.
Wie viel kannst du sparen?
Das ist natürlich unterschiedlich.
Schon 20 Franken weniger pro Monat ergeben 240 Fr. pro Jahr.
Bei 50 Fr. pro Monat sind es bereits 600 Fr. pro Jahr.
Und manchmal liegt das Sparpotenzial noch deutlich höher.
Gerade ältere Menschen, wie die Nachbarin von oben, zahlen oft seit Jahren für Leistungen, die sie vielleicht ursprünglich einmal gebraucht haben, heute aber kaum noch nutzen. Und oft sind die Tarife so verwirrend, dass man keine Lust hat das anzuschauen. ChatGPT kann hier helfen, die Kosten zu erklären und du kannst Fragen stellen, wenn du etwas nicht verstehst.
Ein wichtiger Hinweis
Lade Rechnungen nur bei Diensten hoch, denen du vertraust. Neben ChatGPT empfehlen wir auch Gemini von Google, Claude von Anthropic oder Co-Pilot von Microsoft. Du kannst das auch mit der MyAI von Swisscom machen.
Falls du besonders vorsichtig sein möchtest, kannst du persönliche Angaben wie Name, Adresse oder Telefonnummer vor dem Fotografieren mit dem Handy abdecken oder schwärzen.
Für die Analyse der Abonnemente sind diese Angaben ohnehin nicht notwendig.
Unser Tipp
Nimm dir heute eine Viertelstunde Zeit und lass deine aktuelle Rechnung analysieren.
Und wenn du dabei etwas Überraschendes herausfindest, schicke diesen Artikel an eine Freundin, einen Nachbarn oder ein Familienmitglied weiter.
Die Chancen stehen gut, dass auch dort noch Sparpotenzial schlummert.
Manchmal reichen wenige Minuten und eine einzige Frage an eine KI, um mehrere hundert Franken pro Jahr zu sparen.
Häufige Fragen
Kann ich meine Telekom-Rechnung mit ChatGPT analysieren lassen?
Ja. Du kannst deine Rechnung als PDF hochladen und von einer KI wie ChatGPT erklären lassen. Die KI zeigt dir verständlich, welche Abos du hast und wo du möglicherweise zu viel bezahlst.
Funktioniert das mit Swisscom, Sunrise und Salt?
Ja. Das Prinzip funktioniert bei allen grossen Anbietern in der Schweiz. Egal ob Swisscom, Sunrise, Salt oder andere Anbieter für Internet, TV oder Mobilfunk.
Wie viel kann ich mit einer KI-Rechnungsanalyse sparen?
Viele Nutzer sparen zwischen CHF 20 und CHF 80 pro Monat, je nach Abo-Struktur. In einzelnen Fällen kann das mehrere hundert Franken pro Jahr ausmachen.
Ist es sicher, meine Rechnung in ChatGPT hochzuladen?
Grundsätzlich ja, solange du vorher persönliche Daten wie Name, Adresse oder Kundennummer entfernst. Für die Analyse der Abos selbst sind diese Informationen nicht notwendig.
Welche Abos sind oft zu teuer?
Häufig betroffen sind sehr schnelle Internet-Abos, Handy-Abos mit ungenutztem Datenvolumen vor allem im Ausland, kostenpflichtige Sicherheitsdienste sowie Zusatzoptionen wie E-Mail- oder TV-Erweiterungen.
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